Freie WLANs…

…sind in Deutschland eine absolute Seltenheit. Klar, in Berlin wurde ein Pilotprojekt gestartet. Doch auch dieses ist zur Zeit eher lückenhaft. Zudem kann man nur 30 Minuten pro Tag kostenlos surfen.
Wir haben uns die Frage gestellt wieso es nicht, so wie in anderen Ländern auch, flächendeckend freie WLANs gibt.

Zuerst einmal zur Situation in Deutschland:
einen „kostenlosen“ WLAN Zugang findet man hierzulande nur in Restaurants oder Bars, meistens auch nur zeitlich beschränkt. Wenn man weiter surfen will, muss man zahlen. Auf Messen wie z.b. der CeBit (wohlgemerkt eine IT-Messe), der Photokina usw. werden teilweise horrende Forderungen gestellt was man zahlen muss um das W-Lan in den Hallen nutzen zu können. Selbst mit einer Presseakkreditierung besteht nur die Möglichkeit das WLAN im Pressezentrum zu nutzen.

Die Möglichkeit in den Genuss einen freien WLANs zu kommen besteht so gut wie gar nicht. Es gibt einige wenige Ausnahmen, und selbst hier sind es meistens internationale Unternehmen wie z.b. Starbucks.

Mal durch die Stadt gehen und kurz in ein WLAN einloggen? So gut wie unmöglich!
Im Ausland ist die Situation eine ganz Andere:

Dort findet man sprichwörtlich an jeder Ecke ein frei nutzbares WLAN.

Unserer Meinung nach gibt es mehrere Gründe für die Situation in Deutschland. Diese sind:

1. Die Störerhaftung
In Deutschland kann der Betreiber des Internetanschlusses für die Handlungen Dritter haftbar gemacht werden. Das heißt: wenn wir euch ein freies WLAN zur Verfügung stellen und ihr urheberrechtlich geschütztes Material über diesen Anschluss verbreitet, kann man uns dafür haftbar machen.

2. Der Datenschutz
Niemand weiß was mit den übertragenen Daten geschieht. Wer kann uns also garantieren dass die Daten wirklich sicher sind? Zumindest bei großen Betreibern kann man sich relativ sicher sein dass mit den übertragenen Daten kein Unfug angestellt wird. Jedoch gibt es im Ausland auch viele privat betriebene freie Netze. Unser erster Grund würde solche Netze in Deutschland schon fast unmöglich machen. Zudem kann man sich bei privat betriebenen Netzen wirklich nicht sicher sein ob dort jemand mitliest! Auch reagieren  „die Deutschen“ hier teilweise mit Panik und Hyperaktivität. Bestes Beispiel ist hier die Debatte um Street View.

 3. Deutschland, ein IT-Entwicklungsland
Dies merkt man auch immer wieder an aktuellen Gesetzentwürfen beziehungsweise an den merkwürdigen Vorstellung seitens der Regierung oder von Unternehmen wie das Internet funktioniert bzw. ihrer Meinung nach zu funktionieren hat. Ein aktuelles Beispiel ist hier das bekannte Leistungsschutzrecht. 
Dies zeigt sich auch durch den fehlerhaften bzw. sehr langsamen Ausbau von Breitbandinternet (sowohl Mobil als auch Stationär) in Deutschland. Außerdem verfügt Deutschland kaum über eine nennenswerte IT-Branche. 2-3 große Firmen die auf dem internationalen Markt erfolgreich sind und das war es. Start-Ups? Innovationen? Nicht vorhanden!

Aber was müsste man tun um die Situation zu ändern?
Schreibt doch mal in die Kommentare was man eurer Meinung nach ändern muss damit eine vollständige WLAN-Abdeckung realisierbar ist. Außerdem interessiert uns eure Meinung zur momentanen Lage.
Wir sind gespannt!